Bergen-Enkheim

Johann-Usener-Straße

Johann Usener, Amtmann in Bergen von 1776 bis 1815. Seine Chronik Amt Bornheimer Berg von 1796 vermittelt uns noch heute ein anschauliches Bild der damaligen Geschehnisse während seiner Amtszeit. Sein Sohn Dr. Friedrich Philipp Usener (1773–1867) wurde Frankfurter Senator und Schöffe. Auch seine Aufzeichnungen und Bilder sind für die Geschichtsforschung wertvolle Quellen.

Jean-Kempf-Weg

Jean Kempf, eigentlich Johannes Kempf (1895–1960), SPD-Kommunalpolitiker, einer der tatkräftigen Initiatoren für den Bau des Volkshauses, in dem er einige Zeit auch die Gaststätte führte. Von 1946 bis 1960 stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde.

Isenburgstraße

Das Adelsgeschlecht Isenburg, auch Ysenburg geschrieben, nach der Isenburg bei Neuwied am Rhein benannt, erwarb große Ländereien in der Region Offenbach – Büdingen – Birstein. Es teilte sich im Laufe der Jahrhunderte in viele Linien auf, darunter die Grafschaft Isenburg-Büdingen. Neu-Isenburg ist eine Stadt, die von Graf Philipp zu Ysenburg und Büdingen 1699 den hugenottischen Flüchtlingen aus Frankreich zur Verfügung gestellt wurde.

Im Wickengarten

Das steile Gelände eignete sich vermutlich kaum für Ackerkulturen und wurde für die pflegeleichten Saatwickenkulturen genutzt, die als Viehfutter und Gründünger beliebt waren.

Im Triborn

Der Triborn, eine recht wasserreiche Quelle, die ursprünglich drei Röhren benötigte, um das heraus sprudelnde Wasser zu fassen.

Im Sperber

Hier muss gerätselt werden. Vielleicht war die Sperrwehr Pate, vielleicht der Speierlingsbaum, der auch Sperbebaum genannt wurde.

Im Rosenträger

Der Name hat nichts mit Rosen zu tun, denn die wurden dort nicht angebaut. Mutmaßungen lediglich, aber es könnte von Rosinen abgeleitet sein, also getrockneten und damit sehr süßen Trauben.

Im Kirschenstück

Als die Weinberge am Berger Hang immer mehr verschwanden, wurden stattdessen Obstbäume gepflanzt, also auch Kirschenplantagen.

Im Enkheimer Weimerhaus

Hier wird über die Herkunft des Namens gerätselt. Es könnte sich um ein „Weidenwehrhaus“ handeln, das zur Sicherung der Landwehr diente.

Im Dörner

Flurname, möglicherweise zurückzuführen auf Dornen, die bei der Dorfbefestigung eine wichtige Rolle spielten, denn das Gebück bestand aus Dornengehölz, um die Überwindung der Landwehr stark zu erschweren.

Hubertusgasse

Nach dem Gebiet um die vormalige Hubertuskapelle, das den Schelmen von Bergen als Lehen gegeben wurde. Die Hubertuskapelle brannte 1600 vollständig ab und wurde nicht mehr aufgebaut.

Hohe Straße

Als Via Regia schon seit dem Mittelalter bedeutende Reichs-, Pilger- und Handelsstraße zwischen dem Rhein und Breslau in Schlesien, die im Streckenabschnitt Frankfurt-Leipzig den Namen „Hohe Straße“ trägt, vermutlich, weil sie die Feucht- und Sumpfgebiete möglichst mied und so zu allen Jahreszeiten genutzt werden konnte. Die Via Regia war eine prähistorische Verbindung von Spanien nach Russland. Auf dem heutigen Frankfurter Stadtgebiet verlief sie von Höchst (alte Elisabethenstraße) über die Nidda bei Nied (Rödelheimer Straße, heute Oeserstraße), am Rebstock vorbei durch den Biegwald (Biegweg), dann nördlich an Bockenheim vorbei, über die Ginnheimer Höhe (Diebsgrundweg), den Dornbusch (Marbachweg) und den Lohrberg sowie Bergen.

Heinrich-Zinß-Weg

Heinrich Zinß (1875–1931), Bürgermeister der Gemeinde Bergen-Enkheim von 1923 bis 1931.